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Blume für Nachhaltigkeit

Statement
Statement zur Praxis

Die persönlichen Grundbedürfnisse jedes Einzelnen an seine Umweltansprüche – wie Essen, Kleidung, Wohnen und Mobilität, sind durch die Gesellschaft geprägt, in der wir leben und arbeiten.

Die Landschaft in der wir leben ist ein Spiegelbild dieser Gesellschaft. Sie zeigt uns das Antlitz und die Entwicklung unserer Kultur und Geschichte, so wie wir Menschen in unserem Verhältnis der Natur dazu stehen.

Mit einem Versprechen für den Erhalt der Ressourcen auf unserer Erde, auch für nachfolgende Generationen, definiert der Begriff Nachhaltigkeit die ökologischen, sozialen und ökonomischen Grundrechte des Menschen.

Die gewissermaßen unerwähnte Kultur wird in dieser nachhaltigen Handlungskonvention nicht gleichberechtigt verankert, sondern sie gilt eher als Katalysator in einem sich ständig ablösenden Prozess der Erweiterung inbegriffen - aber Kultur steht den anderen Begriffen in der Wertigkeit nach.

Vergleichen wir aber das im Sonnensystem durch seine einmalige Stellung zum Leben begünstigte Ökosystem Erde mit seinen wichtigsten bio-klimatischen Funktionen, die dieses Leben ermöglichen mit dem nachhaltigen Handlungssystem Mensch, dann wird deutlich, dass die Zerstörung der natürlichen Funktionen des Ökosystems analog der Zerstörung des natürlichen Handlungssystem Mensch verläuft, was auf dessen Kultur zurückzuführen ist.

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Ein systematischer Vergleich des Ökosystems Erde mit dem Handlungssystem Mensch bildet auf einer metaphorischen Ebene die Basis für nachhaltiges Denken und Handeln.

Unkenntnis oder besser das Vergessen kultureller Lebensformen, die sich über einen sehr langen Zeitraum analog dem Ökosystem gehalten haben, sind in Ungleichgewicht gekommen.

Wirtschafts-, Umwelt- und Menschenrechte ohne regionalen Wertschöpfungsmaßstab bleiben unvollständig, genauso wie eine gestörte Photosynthese - als Resultat des vom Menschen veränderten Wasser- und Stoffkreislaufes - die Atmosphäre schwächt und der Mensch beschleunigt diesen Prozess zusätzlich durch kranke Kultur.

Ausgehend von diesem direkten Vergleich steht die Menschheit vor der verzweifelten Aufgabe, besonders vertreten durch die Wissenschaft, ein humanitäres System aufzubauen, welches der Kultur bewusst wird und dem Ökosystem gerecht bleibt, bzw. dieses repariert.

Der Vergleich des Ökosystems mit dem menschlichen System lässt sich als Vexierbild veranschaulichen, wenn Nachhaltigkeit als Menschheit analog dem komplexen Ökosystem dargestellt wird.

Da aber die Kultur genauso wie das Antlitz des Planeten Erde graduiert andersartig ist und zeitlich als Metamorphose eines Zustandes in den anderen erfolgt, liegt es nahe, dass Kultur nicht einzigartig sondern vielfältig ist. Gleichsam der Evolution der Artenvielfalt von Blüten ist Kultur geschichtlich voraussetzend, verschiedenartig, aber existiert gleich berechtigt nebeneinander.



















Insa Winkler Am Klosterkiel / D27798 Hude / mail@futurelandscape.eu