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Zukunftslandschaft lab Sustainability-Art-Program Blume für Nachhaltigkeit
SDG Roots

Moving For[r]est
Seit vierzig Jahren beschäftigt sich Insa Winkler mit dem Motiv der Wurzel. Wurzeln sind Organe, die insbesondere in der Vegetation essentiell sind, aber auch menschliche Nerven haben Wurzeln. Daher sind Wurzeln eine Möglichkeit analoges Denken zwischen Mensch und Natur anzuregen.

Mit dem Motiv der Wurzel können Denk-und Kommunikationsprozesse angeschoben werden, denn jede Wurzel generiert besondere Substanzen und somit auch Reflexionen.

Auf dieser philosophischen Grundlage können mit dem Praxisformat "Rooting- Unrooting" (siehe auch unter Sustainability-Art Programm) Inhalte, Themen, Vermittlung und Methoden gemeinsam entwickelt und ausgelotet werden. Zukunftsstrategien können als individuelle Lebensentwürfe verknüpft werden. Individuelle Einsichten der Beteiligten können spielerisch - entwerfend zu einem Feld und Wald wachsen und ermöglichen Kommunikation und Wissensaustausch.

Transdisziplinäre Künstlerische Praxis - Seminar,
Leuphana Universität Lüneburg, 2018

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Download: Der Versuch einer theoretischen Fundierung des Projektes „Moving Forest“ im Rahmen Transdisziplinarität in der künstlerischen Praxis (Projekt)/Leuphana Universität Lüneburg, Wintersemester 2017/2018, Seminararbeit im Modul Praxisorientiere Zugänge zu inter- und transdisziplinären Wissenschaften von Katharina Ule

Das Motiv der Wurzel wurde zum künstlerisches Konzept für das Thema Flucht und Vertreibung. Anlässlich eines Wettbewerbes zu Flucht und Vertreibung mit Wurzeln im 2. Weltkrieg bezog sich Insa Winkler in ihrem Entwurf (Preisträgerin 2010) auf den Text von Agamben [Agamben, Giorgio (2008), Beyond Human Right], Die Problematik der Flüchtlingskonvention hinsichtlich der Unterscheidung von Bürgern, Halb-Bürgern und Nicht-Bürgern wird thematisiert. In dem Entwurf wurde bereits 2010 durch einen Kreis auf die globale Herausforderung zu Flucht und Vertreibung hingewiesen.

In ihrem "Denkmal" werden Wurzeln symbolisch zu Flamme, Organ – Wurzel - Krone und interpretieren Organ als "erste Hilfe", Flamme als "Traumabewältigung", Wurzel als "Asyl" und Krone als "Migration". Damals war das Denkmal für die Wiederkehrenden aus dem Osten ausgeschrieben. Es hat die Gesellschaft in Oldenburg gespalten - wie das Thema nach wie vor. Die Presse hat diese Kontroverse befeuert. Heute steht das Denkmal für in China und bezieht sich auch dort historisch regional auf Flucht und Vertreibung. Das Denkmal ist somit ortsunabhängig und wurde als ein fortlaufender Mechanismus von Flucht und Vertreibung und Migration mit "Verwurzeln-Entwurzeln" umschrieben und als ein ephemeres Kunstwerk wird das Arbeiten mit diesen Motiven nun zu "Moving For[r]est".

Im Anliegen an Frieden kann die Arbeit mit dem Motiv des "Bewegten Waldes" - als Wortspiel "Bewegen um zu Bleiben" Kraft, Fluss, Herz und Wachstum bearbeiten und als Landschaft viele Themen verarbeiten, die letztendlich auf das ursprüngliche Motiv zurück führen.

Hierzu gehören im Grunde alle Themen der 17 SDG´s (Nachhaltigkeitsziele der UNO), die jeweils Gründe für Flucht und Vertreibung liefern.


















Insa Winkler Am Klosterkiel / D27798 Hude / mail@futurelandscape.eu